„Mein Kind weint noch beim Abschied. Brauchen wir einfach mehr Zeit?
Manchmal läuft eine Eingewöhnung erstaunlich schnell. Und manchmal sitzen wir nach sechs oder acht Wochen zusammen und Mama oder Papa fragt mich:
„Sandra, ist das noch normal? Mein Kind weint morgens immer noch.“
Eingewöhnung ohne Stoppuhr: Dein Kind zeigt uns den Weg
Am ersten Tag weiß niemand, wie lange diese Eingewöhnung dauern wird.
Nicht Mama oder Papa.
Nicht ich.
Und schon gar kein Kalender.
Denn jedes Kind kommt mit seiner eigenen Persönlichkeit, seinen bisherigen Erfahrungen und seinem ganz eigenen Tempo zu mir.
„Mama, Papa bleibt noch hier!“ Wenn Einschlafbegleitung den ganzen Abend dauert
Es ist 19.30 Uhr.
Schlafanzug an, Zähne geputzt, das Lieblingsbuch vorgelesen.
Noch einmal kuscheln.
Noch einen Kuss.
Eigentlich könnte jetzt langsam Ruhe einkehren.
Eigentlich.
Selbstfürsorge für Eltern: Auch du darfst wichtig sein
Eltern sein bedeutet, unglaublich viel zu geben.
Nähe, Geduld, Zeit, Aufmerksamkeit, Trost und manchmal gefühlt die letzten eigenen Kraftreserven.
Morgens beginnt der Tag oft schon, bevor man selbst richtig wach ist. Kind fertig machen, zur Betreuung bringen, arbeiten, wieder abholen, vielleicht noch einkaufen und zu Hause wartet der ganz normale Familienalltag.
„Was möchtest du essen?“
„Nudeln.“
Heute Nudeln. Gestern Nudeln. Und wenn du fragst, was es morgen geben soll, lautet die Antwort wahrscheinlich wieder:
Nudeln!
Trocken werden: Zwischen „Ich kann das alleine!“ und nasser Hose im Supermarkt
Trockenwerden klingt in der Theorie eigentlich ganz einfach.
Irgendwann ist das Kind bereit. Wir Erwachsenen begleiten es geduldig, bieten das Töpfchen oder die Toilette an und machen keinen Druck.